Meine persönlichen Werte

Woran erkenne ich, was mir wirklich wichtig ist?

Werte sind die Grundlage unserer Entscheidungsfindung - meist sehr unbewusst. Entscheiden wir uns entgegen unserer Wertehaltung, so empfinden wir das Ergebnis als nicht angenehm. Werte sind weder gut noch böse, sondern sie sind Deine interne Struktur, sie entsprechen Deinen Bedürfnissen und führen Dich auf dem Pfad zu Deinem Sinn in Deinem Leben. Deine Werte bzw. Deine Wertehierarchie können sich im Laufe Deines Lebens verändern. Meist geschieht dies aufgrund neuer Erkenntnisse, neuer Blickwinkel oder auch aufgrund einschneidender Erlebnisse.

Wie komme ich nun zu „meinen Werten“? Wie erkenne ich den Unterschied zwischen Erfüllungsbedingung und wahrhaftigem Wert? Und wie erkenne ich die Prioritäten meiner Werte - meine Werte-Hierarchie?

Es gibt „viele Straßen, die nach Rom“ - also zu Deinen Werten - führen. Ich möchte Dir nachfolgend eine Möglichkeit aufzeigen. 

Die richtigen Fragen zu bestimmten Situationen führen zu Deinen Antworten

a) Erinnere Dich an eine Situation in Deinem Berufsleben, in der du freiwillig gegangen bist. Eine Situation, wo Du Dich entschieden hast zu gehen, oder intensiver darüber nachgedacht hast. Auch wenn Du in Deinem Job eigentlich schon innerlich gekündigt hast, kannst Du diese Situation nehmen. Wenn Du Dich nun an diese Situation erinnerst und auch daran, dass Du Dich innerlich oder auch äußerlich verabschiedet hast:

  • Was hat Dir gefehlt?
  • Welche Qualität war nicht vorhanden?
  • Was war es konkret, was Dich dazu veranlasst hat, zu gehen oder darüber intensiv nachzudenken?

Führe diese „Selbstbefragung“ nun auch für folgende Situationen durch: Privatleben - Partnerschaft/Beziehung und Privatleben - Freundschaft

b) Erinnere Dich nun an eine Situation im Berufsleben, in der Du Dich wohl gefühlt hast und alles so war, wie Du es Dir gewünscht hast. Was bedeutet für Dich angenehmes Arbeiten? Es kann auch einfach nur ein Tag oder eine Stunde gewesen sein. Finde diese Arbeitssituation, in der Du gerne geblieben bist.

  • Was war da, was diese Situation besonders werden lässt?
  • Welche Qualität hast Du in dieser Situation besonders geschätzt?
  • Was möchtest Du davon öfter und intensiver erleben?

Führe diese „Selbstbefragung“ nun auch für folgende Situationen durch: Partnerschaft/Beziehung, Freundschaft - finde die Situation, wo alles vorhanden war, was Du Dir von einer Partnerschaft oder Freundschaft wünscht.

c) Erinnere Dich nun an eine Situation, in der Du Dich völlig alleine wohl gefühlt hast und Du im Einklang mit Dir selbst gewesen bist. Was bedeutet für Eine Situation, wo keine anderen Menschen da waren, sondern Du alleine mit Dir in Verbindung und glücklich warst.

  • Was war da, was diese Situation besonders werden lässt?
  • Welche Qualität hast Du in dieser Situation besonders geschätzt?
  • Was möchtest Du davon öfter und intensiver erleben?

Nun schau Dir alle Qualitäten an, die öfter vorkommen und notiere Dir die 10 wichtigsten auf einem Blatt. 

Frage Dich, was Dir wichtig ist und warum es Dir wichtig ist. Gehe dabei jede Deiner notierten Qualitäten durch. 

Was erreichst Du dadurch? Wenn es erfüllt ist, was erlangst Du dadurch, was wird dadurch möglich? Warum ist es Dir wichtig? Was ist, wenn es nicht erfüllt ist? Welche Werte entsprechen Deinen notierten Qualitäten (oder sind es bereits Werte?)?

Als Orientierung habe hier eine kleine (sicher nicht vollständige) Werteliste zusammengefasst.

Nun priorisiere Deine Werte, gewichte sie. Nimm Dir dazu 2 Werte und prüfe, welcher Werte dabei wichtiger ist für Dich. Stelle Dir dazu die Frage: wenn der eine Wert voll erfüllt und der andere gar nicht erfüllt wäre - welcher wäre der wichtigere? Gehe nun Schritt für Schritt Deine Werte durch. Vielleicht schreibst Du sie einzeln auf Kärtchen, damit Du die Reihenfolge einfacher verändern kannst.

Damit erhältst Du Deine Wertehierarchie.

 

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